Anderswo-Tag März

MÄRZ


Sa. 14.03.2026 | 13:30 | Orpheum Graz | großer Saal | 110 Minuten zuzüglich Pause


BRETAGNE - Land am Meer | Hartmut Krinitz

 

Tief im Westen Europas liegt ein Landstrich, der geprägt wird vom Meer: die Bretagne. Zahllose Leuchttürme sprenkeln die Küste, endlose Sandstrände wandeln sich im Rhythmus des höchsten Tidenhubes Europas, Inseln wie Ouessant und Belle-Ile trotzen der Wucht der Winterstürme, Fischerdörfer ducken sich in tiefe Buchten und Städte wie Saint-Malo, Brest und Concarneau erzählen vom Leben des Menschen an und mit der See. Im Landesinneren erstrecken sich die mythischen Wälder und verstreut über das Land künden Megalithanlagen wie davon, dass wir Menschen schon immer Kontakt mit dem Göttlichen suchten.

Eli und Hartmut Krinitz erkundeten an Bord eines Traditionsseglers die Küste, befuhren mit einer Penichette, einem Kajütboot, den von alten Bäumen flankierten „Canal de Nantes à Brest“, überflogen die Pointe du Raz und die Insel Sein mit einem Ultralight und umrundeten auf dem Fernwanderweg GR34 die Crozon-Halbinsel.l. Letztlich aber führen in der Bretagne alle Wege ans Meer und schließlich nach Finistère, ans Ende der Welt: dorthin, wo alles beginnt.

 

Mit mehr als 1.500 erfolgreichen Vorträgen zählt Hartmut Krinitz zu den gefragtesten Vortragsreferenten im deutschsprachigen Raum. Als Reisejournalist hat er sich auf Europa spezialisiert und arbeitet für renommierte Magazine, Buch- und Kalenderverlage.


Sa. 14.03.2026 | 16:30 | Orpheum Graz | großer Saal | 110 Minuten zuzüglich Pause


KUBA - Trilogie einer Insel | Bruno Maul

 

2002 hat Bruno Kuba zum ersten Mal bereist und, obwohl ihm damals gleich in der ersten Nacht sein ganzes Hab und Gut gestohlen wurde, haben ihn die Insel und deren Bewohner nicht mehr losgelassen.

Von der ersten, völlig naiven Fahrradtour durch den sozialistischen Inselstaat über eine Tournee mit einer kubanischen Heavy-Metal-Band durch Kuba bis hin zur fundierten Reportage-Reise für seinen Bildband – all diese Erlebnisse und Erfahrungen lässt Bruno Maul in seinen Vortrag einfließen.

Bruno erzählt seine Begegnungen mit den Menschen auf dieser letzten Bastion des Sozialismus. Und vor allem darüber, was aus der kubanischen Revolution - die nach offizieller Erzählung bis heute andauert - geworden ist. Eine Gesellschaft mit revolutionärem Gedankengut im Schatten von 60 Jahren US-Embargo. Revolutionsromantik und staatliche Restriktion Andersdenkender. Invasion in der Schweinebucht und Kubakrise. Mangelwirtschaft und kubanisches Improvisationstalent. Und sein Fazit: Auch Kuba ist nicht schwarz-weiß zu sehen. Es gibt nicht hier die Guten und dort die Bösen. Diese wunderbare Insel lebt von ihrer Vielfalt und dem stetig pulsierenden Rhythmus ihrer Bewohner! 

 

Über das Reisen hat Bruno Maul zur Fotografie gefunden. Nach Absolvieren einer handwerklichen Fotografen-Ausbildung hat er sich 2005 selbständig gemacht und arbeitet seitdem als freier Fotograf und Reisejournalist. Er arbeitet mit viel Feingefühl und nimmt sich Zeit, die Menschen, die er porträtiert zu begleiten. Daraus entstehen einerseits unglaublich berührende Bilder, wie auch sehr intime Geschichten, mitten aus dem Leben. 


Sa. 14.03.2026 | 19:30 | Orpheum Graz | großer Saal | 110 Minuten zuzüglich Pause


PATAGONIEN - Ruf der Wildnis | Gregor Sieböck 

 

Riesige Gletscher, wilde, frei fließende Flüsse, mystische, uralte Wälder, die Begegnung mit Walen, dem Puma und Kondor verzaubern wohl jeden Reisenden. Zu Fuß, mit dem Kajak, auf dem Rücken der Pferde und im Kleinflugzeug macht Gregor sich in die Wildnis auf.

Es gibt nur ein Ziel: Sich ganz der Natur aussetzen, die mitunter großen Strapazen und die darauffolgende Entspannung, die den Zauber des Lebens im Rhythmus der Erde ausmachen. Neben der unberührten Natur sind es aber auch die Begegnungen mit den Menschen, die Gregor immer wieder nach Patagonien ziehen. Über die Jahre sind tiefe Freundschaften mit Gauchos, Abenteurern und Lebenskünstlern entstanden und so wird ihm das Zauberland am Ende der Welt immer mehr zur Heimat. 

 

Gregor Sieböck studierte Wirtschaftswissenschaften in Österreich, USA und Kuba sowie Umweltwissenschaften in Schweden. Es folgte eine Arbeit an der Global Environment Facility (GEF) bei der Weltbank in Washington. Statt Karriere zu machen brach er danach zu seiner ersten großen Weltenwanderung rund um die Erde auf (3 Jahre, 15.000 Kilometer zu Fuß). Nach seiner Rückkehr folgten hunderte Vorträge, Bücher, Dokumentarfilme, eine Schokoladenweltreise zu Fair-Trade-Kakao-Lieferanten in Europa, Afrika und Südamerika und unzählige Reisen in eines seiner Lieblingsgebiete auf dieser Erde: Patagonien.